Aktuelle Veranstaltungen

Geschichten erleben

Die Schauspielerin Christiane Filla liest am 3. Dezember 2018 um 20.30 Uhr im Bistro Roth aus der Anthologie „Fluchtpunkt Hamburg. Texte im Exil“.

In der Anfang 2018 vom Verband deutscher Schriftsteller und Schriftstellerinnen Hamburg herausgegebenen Anthologie kommen 22 Autor*innen, Dissident*innen und Bürgerkriegsflüchtlinge aus Kolumbien, Bangladesch, Afghanistan, Bosnien, Syrien, Iran, Kosovo und Saudi Arabien zu Wort, die bereits in ihren jeweiligen Heimatländern

als Schriftsteller*innen, Blogger*innen und Journalist*innen gearbeitet haben. Auf 380 Seiten erzählen die Autor*innen ihre Geschichten von Flucht und Ausweglosigkeit, vom Ankommen und Hoffen und eröffnen den Leser*innen eine neue und sehr persönliche Perspektive auf das vielschichtige und viel diskutierte Flüchtlingsthema.

Termin: Montag, 3. Dezember 2018, 20.30 Uhr
Bistro Roth, Rothestraße 34
22765 Hamburg

Vergangene Veranstaltungen

Kunst und Protest

Aid A fördert den Performance-Künstler Silvanos Mudzvova aus Simbabwe und ermöglichte am 13.11.2018 im Rahmen der Tage des Exils die Uraufführung seiner satirischen Performance »King of Mutapa« im Lichthof Theater.

Eine dunkle Bühne, auf dem Boden Laub, Räucherstäbchen, Federschmuck, Masken und Tierfelle: Der Performance-Künstler Silvanos Mudzvova ist King of Mutapa und Chronist einer vergangenen Zeit, die bis heute (nach)wirkt. Er schlüpft in die Rolle der Herrscher, der Eroberer, der Ahnen und Heiler, der Unterdrückten und Gefolterten, begleitet von den sich ständig wiederholenden Klängen der Mbira (Musik: Björn Norrgard). Mit vollem Körpereinsatz und großer Intensität vermittelt Mudzvova das Leid seiner Vorfahren und seines Landes. Wütend spricht er vom eigenen Schmerz und demonstriert grotesk hinter einer Masken-Fratze die Härte der Eroberer, der Regierenden und Herrschenden. Geschichte wiederholt sich.

Es ist auch die eigene Geschichte, die Silvanos Mudzvova mit seiner Performance im Rahmen der Tage des Exils preisgibt. Auch er ist Opfer des repressiven Regimes in Simbabwe und wurde wegen seiner regimekritischen Theaterarbeiten und seinen Aktionen im öffentlichen Raum unter dem ehemaligen Präsidenten Robert Mugabe verhaftet, entführt und gefoltert, zuletzt im September 2016. Seitdem ist er linksseitig gelähmt.

Mudzvova lebt und arbeitet aktuell in Manchester. Dort gründete er 2017 den Online TV-Kanal BhanditiTV als alternativen Medienkanal für Simbabwe. Im gleichen Jahr wurde er mit dem Václav Havel Prize for Creative Dissent ausgezeichnet, 2018 war er für den Freedom of Expression Award nominiert.

Sein Theaterstück »King of Mutapa« schrieb er 2017 als Stipendiat an der Universität Manchester. Die Uraufführung in Hamburg und das anschließende Publikumsgespräch mit Anna Jäger von savvy contemporary wurde durch den Verein Aid A  – Aid for Artists in Exil ermöglicht und finanziert.

AID A stellt sich vor

Über die Arbeit des Vereins informierten Anfang Mai 2018 Christiane Filla und Anna Schildt.

Es war ein reger Austausch in den Räumen der comune im Gängeviertel: Geflüchtete Künstler*innen, Filmemacher*innen, Autor*innen, Schauspieler*innen sowie Film- und Theaterregisseur*innen informierten sich über die Arbeit und Förderung des Vereins  Aid A – Aid for Artists in Exile e.V.. Sie hatten außerdem die Möglichkeit, mit in Hamburg arbeitenden Künstler*innen aller Sparten sowie mit Vertreter*innen von Hochschulen und anderen Hamburger Stiftungen ins Gespräch zu kommen, Netzwerke aufzubauen und zu vertiefen.

 

Artists at risk – Podium

Das Podium Artists at Risk widmete sich der Situation verfolgter Künstler

Immer mehr Künstler können nicht mehr frei arbeiten. Künstler, die für die Werte der Demokratie einstehen, riskieren ihre Existenzgrundlage oder gar ihre Existenz. Sie sind auf der Flucht, werden inhaftiert oder dürfen ihr Land nicht verlassen. Dabei handelt es sich nicht nur um Länder wie die Türkei und China oder Russland. Dort steht zur Zeit der Theaterregisseur Kirill Serebrennikov unter Hausarrest. In Polen und Ungarn werden oppositionelle Künstler faktisch mit Arbeitsverbot belegt; Theatern und Festivals, die in Polen die Inszenierung »Der Fluch« von Oliver Frljić zeigen, werden die Zuschüsse gestrichen. Der ungarische Ausschuss für Nationale Sicherheit erklärte den Regisseur Árpád Schilling zum potenziellen Vorbereiter staatsfeindlicher Aktivitäten.

Termin: Freitag, 2. Februar 2018, 20 Uhr,
Thalia Gaußstraße
in englischer Sprache

 

 

Human Flow

Filmpatenschaft für den Dokumentarfilm von Ai Weiwei beim 25. Filmfest Hamburg

Seit zwei Jahren lebt Ai Weiwei fern seiner chinesischen Heimat, seine Migration war keine freiwillige. Die Menschen, die er auf seiner einjährigen Reise durch 23 Länder trifft, sind keine prominenten Dissidenten und Künstler. Sie fliehen vor Krieg und Elend, durch Dschungel, über Berge und Meere. Ai Weiwei ist nach Kenia und Irak, Gaza und Italien, in Berliner Aufnahmestellen und an griechische Strände gereist und spricht mit Menschen, die alles zurückließen. In eindrucksvollen Bildern gibt er Hoffnungen, Entbehrungen und Ängsten seiner Protagonist*innen Raum, die stellvertretend für die 65 Millionen stehen, die heute auf der Flucht sind.

Termine: Dienstag, 10. Oktober 2017, 21.30 Uhr, Passage-Kino, Hamburg;
Samstag, 14. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Studio-Kino, Hamburg

Get Together / BFFS

Vorstellungsrunde beim Get Together des BFFS (Bundesverband Schauspiel)

Aid A stellt sich auf dem 25. Filmfest Hamburg vor. Die beiden Vorstände von Aid A – Anna Schildt und Christiane Filla – sprechen über die Möglichkeiten von Aid A vor über 100 Schauspielkolleg*innen und Branchenvertreter*innen im Festivalzelt vor dem ABATON Kino.

Termin: Montag, 3. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Festival-Zelt der 25. Filmfest Hamburg, Allende-Platz, 20146 Hamburg

Presse

Presseartikel

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